Ich war dabei. mein bericht:
8000 Polizisten schützen Nazis vor Antifaschisten
Es sollte eine Großdemonstration der NPD werden. So wurde sie jedenfalls angekündigt. Bis zu 2000 Nazis aus ganz Europa sollten am Samstag den 7. Juli in der Bankenmetropole Frankfurt am Main demonstrieren. Tatsächlich marschierten nur knapp 500 Faschisten unter riesigem Polizeiaufgebot und unter antifaschistischer Gegenwehr durch die Stadt. Das Motto des Aufmarsches lautete "Arbeit statt Dividende - Volksgemeinschaft statt Globalisierung". Hier wird die Demagogie der Faschisten deutlich. Sie übernehmen in ihrer sogenannten „Antikapitalismus“-Kampagne linke und fortschrittliche Kritik an der Gesellschaft und versuchen sie in ihr krudes rechtes Weltbild zu verpacken. Hinter der Fassade sieht man, dass sie den Kapitalismus überhaupt nicht ablehnen.
Die Antifaschisten und Antifaschistinnen sammelten sich an drei Orten. Neben einer bürgerlichen Kundgebung unter anderem mit der Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), gab es antifaschistische Aktionen zur friedlichen Störung und Behinderung des Nazi-Aufmarsches. So konnte dieser erst über eine Stunde später als geplant beginnen.
Der antifaschistische Protest war ziemlich vielfältig. So haben unbekannte Antifaschisten an der Demoroute der Nazis einen Aufruf zu einer Sperrmüllsammlung verteilt, so dass die Stadtwerke Mühe hatten die Strecke rechtzeitig frei zu bekommen.
Trotz des friedlichen Protestes tausender Antifaschisten und Antifaschisten gab es immer wieder massive Provokationen von Seiten der Polizei. Schon im Vorfeld gab es immer wieder meldete die Gewerkschaft der Polizei, dass sich „rechte und linke Schläger“ gut verstünden. Auch die bürgerliche Presse sah den Hauptaggressor bei den Antifaschisten. Die Antwort gaben dann die Antifaschistinnen und Antifaschisten auf der Straße. Sie ließen sich nicht provozieren. Die Polizei versuchte immer wieder durch Schikanen eine gewalttätige Reaktion der Demonstrierenden herauszufordern. So wurde die Demonstration massiv von Polizeieinheiten mit Knüppel und Schild begleitet. Aus dem ganzen Bundesgebiet wurden 8000 Polizisten herangekarrt. Es gab immer wieder willkürliche Sperrungen der Demoroute. Die Demoleitung machte hier gute Arbeit. Sie reagierte besonnen und geistreich auf diese Schikanen. So das der Sprecher der Polizei über Megafon sich öfters der Lächerlichkeit preisgeben musste.
Insgesamt war es eine gelungene Aktion, auch wenn der Naziaufmarsch letztendlich nicht verhindert werden konnte. Überall wo Nazis auftauchen stellen sich ihnen eine Vielzahl von Antifaschisten entgegen. Trotzdem muss dieser Protest noch viel mehr werden. Man muss erkennen, dass man mit dem Staat in diesem Kampf keinen verbündeten hat.
Keinen Fußbreit den Faschisten!
Kampf dem Faschismus heißt Kampf gegen den Kapitalismus!
Für den Sozialismus!


